September 2025

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Vernissage: 07. September 2025, 11:00 Uhr Liest man heute einen Text – sei es eine wissenschaftliche Arbeit, ein Anwaltschreiben oder gar einen Liebesbrief – muss man daran denken, dass vielleicht eine
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Vernissage: 07. September 2025, 11:00 Uhr
Liest man heute einen Text – sei es eine wissenschaftliche Arbeit, ein Anwaltschreiben oder gar einen Liebesbrief – muss man daran denken, dass vielleicht eine KI daran mitgearbeitet hat: Sprachmodelle, wie sie in Anwendungen wie ChatGPT stecken, glätten, polieren Sätze, verpacken Argumente elegant oder schreiben gleich alles selbst.
„Sprache und Schrift sind aus dem Gehirn ausgelagerte Informationsspeicher“, können über den Tod hinaus weitergereicht werden. Die Schrift ist ein System graphischer Zeichen zur lesbaren Darstellung von Gesprochenem und Gedachtem.
Lt. Alexander von Humboldt (1769-1859) wurde „die Schrift Trägerin des Edelsten, was in den beiden großen Sphären, der Intelligenz und der Gefühle.. die Menschheit erzwungen und als eine unvergängliche Wohltat der späteren Nachwelt vererbt hat.“
Die einzige, noch gebräuchliche Bilderschrift ist die Chinesische (Keilschrift, Hieroglyphen, Piktogrammen der Indianer, Runen, Knotenschrift der Inkas, Traumzeitbilder der Aborigines).
Georges Braque und Pablo Picasso schufen mit den „papiers collés“ einen neuen Typ von Malerei, indem sie alltägliche Gegenstände wie alte Papierstücke in ihre Werke einarbeiteten. Auch Futuristen und Dadaisten (seit1916) parodierten, ironisierten Schrift und Sprache, die nur noch subjektiv deutbar war – eine Manifestation gegen die Sinnlosigkeit des Krieges.
Die Popart erkannte, das bunte Bilder schneller „lesbar“ sind als Text.
Also: machen wir Schriftstücke farbig!
Kommen Sie zur Ausstellung und machen Sie mit! Es gibt eine Wand , an der man mitmachen kann, wenn man will. Bringen Sie Texte mit, die beeindruckt haben und beschriften Sie mit uns eine weiße Weste!
Uhrzeit
September 7 (Sonntag) 0:00 - Oktober 24 (Freitag) 0:00
Location
Forstmanns






