Vernissage: 28.06.2026, 12:30 Uhr
über mich… und meine Werke…
Elke Lambrecht, Künstlerin aus Witten
geb. in Essen, groß geworden in Wuppertal, in Witten gestrandet
In meinem Leben gibt es ein Davor und ein Danach. In beiden Lebensphasen ist die Malerei ein fester Bestandteil meines Alltags. Das Davor wurde geprägt von einem Kunststudium am IBKK in Bochum, Meisterklasse Thorsten Lehmann, einigen Ausstellungen und sehr intensives Arbeiten am Bild.
Im Danach (Ende 2023) nun überwiegt die Fragilität im Sein und so male ich auch. Die Kreativität durchflutet mich immer noch, spült dann und wann kleine Ideen in mein Bewusstsein, denen ich versuche nachzugehen. Immer mal wieder, beständig in den kleinen Zwischenräumen, die der Tag mir eröffnet. Manchmal bleibt die Türe zu, um plötzlich mitten in der Dunkelheit der Nacht aufzugehen. Natürlich kenne ich diese Impulse auch im Davor, bin dort diesen Impulsen allerdings auch wesentlich bereitwilliger gefolgt. Im Danach zeigt mir mein Körper: halt stopp, geht jetzt nicht.
Die Malerei schenkt mir Kraft. Sie läßt mich Grenzen überschreiten. Ich habe in einem alten Text einmal geschrieben, dass ein übergeordnetes Thema in meiner Kunst ist, sich auf den Weg zu begeben. Im Jetzt überwiegt der Impuls, auf dem Weg zu bleiben.
Das Spiel der Farben mit Formen im Dunkel und im Hell, einfach herrlich. Zarte Nuancen, Schicht um Schicht machen meine Werke aus. Im Malprozess spülen meine Gedanken auf den Bildträger und schwingen dort weiter. Ich lasse das Bild sprechen und versuche ihm zuzuhören. Es gelingt mir nicht immer. Ein zu viel im Wollen, da kann mir schon mal förmlich das Bild um die Ohren fliegen. Ich arbeite also intuitiv und habe beim Beginn einer Arbeit nie eine bewusste Vorstellung von dem Bild.
Die Ausstellung im Forstmanns in Hattingen ist ein riesengroßer Schritt für mich. Ich bin Otfried Priegnitz sehr dankbar, dass ich ohne Druck die kleine Reise in die Öffentlichkeit antreten durfte.
Da jedes Bildwerk eine Momentaufnahme meines Seins ist, habe ich die Ausstellung unter der Überschrift: MOMENTUM gestellt. Jedes Bild ist eigenständig und kann nun vom Betrachter, also von Ihnen, seinen eigenen ganz intimen Moment bekommen. Ich habe das Bild gemalt aber mit dem letzten Pinselstrich übergebe ich es an sich selbst. Es darf hängen, betrachtet werden und ich erhebe keinen Anspruch an meine Werke, wie sie gesehen werden sollen. Eine Interpretationsanleitung wird somit im Rahmen nicht (nie) mitgeliefert.