Wie aus Tradition Zukunft entsteht.

Das Forstmannsche Haus

An der Stelle des heutigen Gebäudes soll im Mittelalter eine Brauerei mit Herberge gestanden haben. Vor diesem Hintergrund macht die heutige Nutzung Sinn.
1665 – wurden bei dem großen Brand in Blankenstein alle Häuser vernichtet und später als Wohngebäude aufgebaut.
1824 – war das Haus Nr. 86 Eigentum des Gastwirts und Winkeliers Georg Wilhelm Forstmann – und damit Namensgeber für dieses Gebäude. Er handelte in seinem Geschäft mit Spezerei- und Ellenwaren.
1830 – kaufte HG Forstmann das Nachbarhaus Nr. 85 von Familie Murmann und ließ beide Häuser abreißen.
1834 – An ihrer Stelle errichtete er ein imposantes Gebäude.
1835 – fand in Blankenstein die erste Synode Westfalen-Rheinland statt. Man kann davon ausgehen, daß sich die Herren in diesem größten und modernsten Gasthaus am Platze getroffen haben. Zudem war der Wirt evangelisch und mit der Tochter des Pastors Johann Gottfried Glaser verheiratet. Während des Sommers betrieben die Forstmanns neben diesem Gasthaus gleichzeitig eine Schänke auf dem Burggelände, und der Wein und die herrliche Aussicht ins Ruhrtal wurden bereits 1835 lobend erwähnt.

1842 – erwarb die Familie Forstmann die Burg und das Gelände mit der Ruine und betrieb in den Sommermonaten hier eine Gastwirtschaft.
1886 – wurde das Haus Forstmann an den Seilfabrikanten Heinrich Puth verkauft, der von hier aus sein Kontor für eine Draht- und Hanfseilfabrik führte. Später wurde das Gebäude aufgeteilt.
1908 – erhielt es die Hausnummer, Marktplatz 15 und 16.
1920 – In den zwanziger Jahren erwarb Julius Vogt das Haus und nutzte es als Geschäfts– und Wohnhaus.
1943 – wurde das Gebäude von Phosphorbomben getroffen und brannte völlig ab. Die Keller des Hauses baute man anschließend  zu einem Löschwasserbecken aus.
1957 – wurde das jetzige Gebäude als Doppelhaus fertig gestellt. Die linke Seite, Nr. 15, von Friedrich Tasche und die rechte Seite, Nr. 16, von Alfred Klas. Über die Jahre war in diesem Haus, teilweise über beide Gebäudeteile, das größte Lebensmittelgeschäft Blankensteins untergebracht.

Quelle: Ellen und K. H. Breitenbach, Henning Sandmann, Text, Blankenstein „Es war einmal eine kleine Stadt“. Selbstverlag: Alt-Blanken-stein, ein Heimat- und Festbuch 1926/1927

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